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Brustkrebs: Erlebt und aufgeschrieben von Barbara Luszcz.

Da stimmt was nicht!

Juni 2003

Nachdem wir im März 2003 ein paar Schnuppertage auf Langeoog verbracht hatten, waren wir wieder für 7 Tage dort hin gefahren. Es war zwar das gleiche Hotel wie im März, nur unser Zimmer mit Badewanne bekamen wir nicht. Trotzdem hatten wir schönes Wetter, die Fahrräder waren im Preis enthalten, und eigentlich war alles gut. Wie immer machten wir uns fertig für das Abendessen und mein Reinhard würde sagen: „Frauen brauchen halt etwas länger”. Also lag er auf dem Bett und wartete, dass ich mit dem Aufhübschen fertig werde.

Als ich mich mit Deo versorgte, sah er die Verformung meiner linken Brust. „Mach’ das noch mal”, sagte er. „Was?” „Heb’ noch mal den linken Arm, da ist was nicht in Ordnung”. Meine linke Brust zog sich unten nach innen. „Da sollten wir zu Hause gleich zum Arzt”. Damit war für mich die Angelegenheit erledigt.

Nachdem wir wieder zu Hause waren, war für mich die Angelegenheit irgendwie erledigt, der Alltag mit Wäschewaschen und Haushalt war wieder eingekehrt. Ich hatte noch ein paar Tage Urlaub. Am Mittwoch griff Reinhard zum Telefon, um meinen Frauenarzt anzurufen. „Das kann ich auch selber“ sagte ich und vereinbarte dann gleich für Donnerstagvormittag einen Termin. Reinhard kam wie immer mit. Eigentlich fand ich diesen Termin für übertrieben, aber wenn er meinte……

Beim Arzt erzählte Reinhard von seiner Beobachtung und mein Frauenarzt machte zunächst eine Ultraschall-Untersuchung. Nun waren wir inzwischen geübt im Erkennen von den Ultraschallbildern. In der Vergangenheit gab ist immer mal wieder Zysten, die dann punktiert wurden. Diesmal war das Bild anders, länglich und an den Rändern zerfetzt. Da merkte selbst ich, dass dies nicht normal war. Auch mein Arzt meinte nur „das ist nicht normal, wir machen noch eine Mammografie.“

Als ich wieder zu ihm hereingerufen wurde, musste Reinhard gerade das Auto umparken, deshalb kam er später zu dem Gespräch. Auf dem Röntgenbild waren weiße Flecken zu erkennen, die irgendwie aber auch bei der letzten Mammografie im Dezember 2002 da waren. Aber lt. meinem Arzt waren sie diesmal anders. „Das gehört da nicht hin, das muss raus“, waren seine Worte.

„Wie jetzt, heißt das Krankenhaus? Wann war ich das letzte Mal im Krankenhaus? Wie stelle ich das an? Eigentlich wollte ich Montag doch wieder arbeiten gehen. Mein Arzt empfahl uns die Frauenklinik im Nordstadtkrankenhaus und bot an, dass sich seine „Damen“ mal darum kümmern. Also nahmen wir draußen Platz und warteten. Nachdem wir auf Nachfrage bestätigt hatten, dass ich z .Z. kein Aspirin nehme, machten die Damen der Praxis für Freitag einen Termin zur „vorstationären Aufnahme“ klar. Wir bekamen Telefon-Nummer des Krankenhauses und Termin für Freitag sowie die Röntgenbilder ausgehändigt und fuhren nach Hause.

Ich glaube, dass Reinhard jetzt ziemlich sicher war, dass es sich um Krebs handelt. Ich ahnte nur, dass es nicht normal war und raus musste. „Na gut, dann lassen wir es eben „herausschneiden“. Richtig begriffen hatte ich es nicht.


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Aktualisiert am: 2017-03-01; 19:16:59
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