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Brustkrebs: Erlebt und aufgeschrieben von Barbara Luszcz.

Wieder „auf Arbeit“ während der Chemo.

Juli 2003

Wir hatten uns am Wochenende überlegt, wie ich zukünftig arbeiten kann. Da ich während der Chemo ja erheblich gefährdet war, bestand Reinhard darauf, dass ich in dieser Zeit kein Publikumsverkehr machen soll. Da ich vor meinem Urlaub ungefähr zehn Tage Überstunden angesammelte hatte, wollte ich zunächst über Überstundenabbau meine Arbeitszeit regeln. Ich wollte erst mal sehen, wie viel ich körperlich überstehen konnte und wollte von offiziellen Arbeitszeitverringerungen absehen. Außerdem wollte mich Reinhard jeden Tag zur Arbeit bringen und auch wieder abholen, damit ich in dieser Zeit nicht mit Öffis fahren musste.

Mit diesen Vorschlägen ging ich am Montag, den 21. Juli 2003 wieder arbeiten und sprach darüber mit meinem Stellenleiter. Ich konnte ihm ja auch die Termine für die Chemos mitteilen, die schon feststanden. Er erklärte sich mit jeder Regelung, die ich vorschlug, einverstanden. Er hatte nur Bedenken, dass ich mir evtl. wieder zu viel zumute. Meine Kollegen waren ebenfalls sehr froh, mich wieder zu haben, hatten sich doch so viele Fragen angesammelt. Ich fühlte mich „wieder zu Hause“, meine Kollegen versprachen und gaben mir jede Unterstützung, die ich brauchte. Sie zogen meine Akten und hängten sie auch wieder weg. Eigentlich sollten am Montagnachmittag die Fäden von dem Porteinbau gezogen werden, doch mein Hausarzt meinte, es wäre noch zu früh.

Am Dienstag fuhr Reinhard mich morgens zur Arbeit, holte mich aber um 10:30 Uhr wieder ab, da ich zum Hausarzt zur Blutentnahme für die erste Chemo musste. Anschließend brachte er mich wieder zum Amt und holte mich um 16:00 Uhr ab, weil dann wieder Krankengymnastik und Lymphdrainage anstanden. Anschließend fuhren wir in die Klinik, wo ich wieder punktiert wurde, gleichzeitig zog der Professor die Fäden.

Mittwochmorgen stieg ich auf die Waage, um das Gewicht festzustellen. Da ich an diesem Tag die nächste Orga-AG hatte und kein Telefon hatte, musste sich Reinhard um den Anruf bei der Chemo-Ambulanz kümmern. Vorher rief er gegen 11:00 Uhr noch bei unserem Hausarzt an, um sicher zu stellen, dass die Blutwerte an die Chemo-Ambulanz gefaxt wurden. Alles war klar und ich „durfte“ am Donnerstag zu meiner ersten Chemo kommen.

Wegen des Friseurtermins musste ich die Orga-AG etwas eher verlassen, dafür hatten aber alle Verständnis. Mein Stellenleiter wünschte mir noch alles Gute für den nächsten Tag und dass ich alles gut überstehe. Seine Frau ist als Krankenschwester in der Onkologie beschäftigt und so ahnte er, was auf mich zukommen würde. Er meldete mich für Donnerstag und Freitag krank. Das hat er auch alle anderen Chemo-Termine von sich aus gemacht. Ich brauchte dafür keine extra Krankmeldungen.


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Aktualisiert am: 2017-03-01; 19:47:16
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