Sie sind hier: Anfang => Gesundheit => Brustkrebs => Die 4. Chemo und erste Gedanken an eine Kur Urlaub Brustkrebs-Auswahl Durst und Körpergeruch Anzeigesprache: Deutsch.

Brustkrebs: Erlebt und aufgeschrieben von Barbara Luszcz.

Die vierte Chemo und erste Gedanken an eine Kur.

Bei unserer vierten Chemo nahm ich Gabys Vorschlag auf, es doch mit dem Magenmedikament zu versuchen, das sie bekommt. Gesagt, getan und ich habe die Chemo relativ gut überstanden. Das hieß aber auch, die nächsten 250,00 € in die Apotheke zu tragen.

Dienstag, 30. September 2003

Ich hatte nachmittags einen Termin zum Herzecho. Als wir mit dem Fahrstuhl in den zweiten Stock fuhren, trafen wir völlig überraschend Gaby, die ebenfalls einen Termin hatte. Und dann erlebten wir wieder den praktischen Vergleich zwischen Privatpatient und Kassenpatient. Wir hatten beide den Termin um 15:15 Uhr, doch ich war als Erste fertig. Wir hatten diese Vergleiche öfter und haben uns eigentlich einen Spaß aus dem Vergleich gemacht, ohne dass ernsthafte Probleme auftraten.

Danach gingen wir gemeinsam durch den Park zum Auto. Und da brachte Gaby dann den Vorschlag auf. Bei ihrem Abschlussgespräch in der Chemoambulanz wäre ihr doch geraten worden, eine Kur zu machen und sie hätte sich inzwischen mit dem Gedanken angefreundet. Und deshalb sollten wir die Kur gemeinsam machen. Dazu sollte ich noch erwähnen, dass wir bereits im Krankenhaus meinten, dass wir keine Kur (aus den verschiedensten Gründen) machen wollten. Und nun das.

Reinhard war sofort Feuer und Flamme dafür und zählte die Vorzüge einer solchen Maßnahme auf. Der Antrag für diese Kur wurde für Gaby im Krankenhaus aufgenommen und sollte von dort an die BfA weitergeleitet werden. Nun musste ich mich darum kümmern, wie so etwas bei mir abläuft. Die Beihilfestelle schickte mir einen Antragsvordruck zu, die Allianz schrieb ich zu dem Thema an. Die Antwort der Allianz begann wie schon öfter mit der Einleitung: ...also eigentlich hätte ich diese Leistung nicht mit versichert, aber angesichts der Erkrankung erkläre man sich bereit, die Kosten für eine Maßnahme für drei Wochen zu übernehmen. Ich solle zu gegebener Zeit Datum und Anschrift der Klinik mitteilen. Den Antrag für die Beihilfe musste mein Gynäkologe ausfüllen und unterschreiben.

Für die fünfte Chemo musste ich mir eine neue Mitpatientin suchen, was allerdings kein Problem war. Für sie war es die erste Chemo und ich konnte ihr einige praktische Hinweise geben. Und hier zeigte sich auch die unterschiedliche Handhabung von notwendigen Lymphdrainagen. Sie hatte z.B. noch keine verschrieben bekommen und hatte am Wochenende erst mal ihre Garage gestrichen. Ihr Arm war aber auch nicht geschwollen, war meiner übrigens auch nie. Wir verabredeten uns in drei Wochen wieder, leider konnte sie den Termin dann nicht wahrnehmen, weil sie erhebliche Nebenwirkungen hatte. Inzwischen hatten sich die Nachmittage nach der Chemo bei mir eingespielt. Ich aß meinen Apfel, beschäftigte mich irgendwie und kam ganz gut darüber hinweg. Übers Wochenende erholte ich mich relativ gut, dass ich montags wieder fit für meine Arbeit war.


Download Dieses Tagebuch können Sie auch als formatiertes Word-Dokument (38 Seiten) oder auch als PDF-Datei (1 MB) von dieser Seite laden. Download

©2004-2017 Barbara Luszcz E-Mail Barbara Luszcz /krebs/krebs030.htm
Aktualisiert am: 2017-03-01; 20:07:18
Impressum: Wir über uns!
Diese Seite wurde validiert: Valid HTML 4.01 CSS is valid! Anzahl Aufrufe