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Brustkrebs: Erlebt und aufgeschrieben von Barbara Luszcz.

Wieder eine Beule im Rücken.

Dezember 2003

In meinem Rücken hatte sich eine Beule entwickelt. Ich vermutete, dass sich dort wieder Wundwasser gebildet hatte und ich glaubte, dass dies eine Auswirkung der Bestrahlung war, was aber von den Ärzten dort verneint wurde. Da der Professor so kurz vor Weihnachten keine freien Termine mehr hatte, sollte ich zu meinen Gynäkologen gehen. Mein Hausarzt ist näher dran. Also bin ich Freitag, den 19. Dezember morgens zu meinem Hausarzt gegangen, damit er mir das Teil punktiert. Natürlich war ich insgesamt etwas abgespannt und sah auch nicht aus wie das blühende Leben. Er hört mich ab und bemerkte, dass meine Lunge etwas rasselt und dass er mich eigentlich krankschreiben wollte. Und das im Rücken wäre ein Lymphödem, das könne man nicht punktieren. Er schrieb mir Lymphdrainagen auf. Insgesamt war das alles nicht das, was ich hören wollte und ich ging zur Arbeit.

Weihnachten stand vor der Tür. Heiligabend hatte ich vormittags noch eine Bestrahlung. Da aufgrund technischer Probleme zwei oder drei Bestrahlungen ausgefallen waren, schaffte ich es nicht, Ende des Jahres mit den Bestrahlungen fertig zu werden.

Deshalb sollte eigentlich Heiligabend und Silvester als Termin ausfallen, doch dann wäre ich auch an meinem Geburtstag noch dabei gewesen.

Unsere Kinder hatten uns für den ersten Feiertag eingeladen, wir brachten Käsekuchen und Zutaten für Kochen im Wok mit. Am zweiten Feiertag kam meine Schwester Bettina zum Essen. Da unsere beiden süßen Enkelkinder wohl doch etwas erkältet waren, hatte ich mir nun auch eine Erkältung eingefangen. Die kam dann am Wochenende auch richtig durch, aber wirklich nur Schnupfen, an einen Husten kann ich mich nicht erinnern. Natürlich bin ich zwischen den Feiertagen zur Arbeit gegangen, weil wir nur knapp besetzt waren und erfahrungsgemäß an diesen Tagen nicht so viel Publikum kam. Deshalb bin ich zu den normalen Zeiten arbeiten gewesen.

Die Beule im Rücken wurde nicht kleiner. Deshalb sind wir am Montag nach Weihnachten nachmittags zu meinem Frauenarzt gefahren, der dann insgesamt 80 ccm punktiert hat. Die Flüssigkeit war reines Blut, was er auf Nachfrage von Reinhard dann auch bestätigte. Er hatte keine Erklärung dafür, woher dies kam. Er wies aber auch darauf hin, dass es eventuell wieder nachlaufen könnte.

Eine große Silvesterparty schied dieses Jahr aus, wir feierten, wie sonst auch, bei uns mit unseren Nachbarn Inge, Peter und Anni. Der Abend fing, wie jedes Jahr, um 19:40 Uhr mit „Dinner for one“ an, immer wieder schön und schon Tradition. Anni hatte wieder ihren berühmten Heringssalat gemacht. War insgesamt ein netter Abend, an dem einige Flaschen Sekt geleert wurden.

Meine letzte Bestrahlung war am 6. Januar 2004, im Anschluss daran fand das Abschlussgespräch mit der Ärztin statt. Rückblickend gesehen hatte ich die Behandlung relativ gut überstanden, die Rötung des Bestrahlungsfeldes behandelte ich inzwischen mit einer Lotion, der auch geringe Mengen Kortison beigefügt waren. Deshalb waren die Beeinträchtigungen zu ertragen.


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Aktualisiert am: 2017-03-01; 20:16:11
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