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Brustkrebs: Erlebt und aufgeschrieben von Barbara Luszcz.

Schlussworte

April 2004

Damit endet die Geschichte über die Krebserkrankung, die für mich immer „eine Unterbrechung meines gewohnten Alltags“ war. Meine Kräfte sind wieder da, ich gehe (wie immer schon) selten vor Mitternacht ins Bett und komme morgens entsprechend schlecht wieder raus. Die Wäsche bringt Reinhard meistens in den Keller (dort stehen Waschmaschine und Trockner) und holt sie wieder rauf. Inzwischen putzt er die Fenster, übrigens wesentlich weniger aufwendig als ich, aber sie sind trotzdem sauber. Die Gardinen hängt er schon länger auf, nicht erst seit dem letzten Jahr. Das Bügeln übernehme ich weiter, auch das Saubermachen und Wischen. Das Abwaschen übernimmt schon immer Reinhard, ich bin für das Abtrocknen zuständig.

Ich habe immer noch Spannungen an der Rückennarbe und höre in mich hinein, ob sich da wieder etwas bilden könnte. Die operierte Brust macht eigentlich überhaupt keine Probleme. Mit dem „eingepflanzten“ Rückenmuskel kann ich diesen Teil der Brust extra zucken lassen, das kann auch nicht jede!

Bärbel mit Kopftuch So sehen die Narben heute, am 21. Juni 2004 aus.

Ein Klick auf das Bild zeigt ein grosses Bild.

Foto des ausgebauten Ports

Ich versuche, die Schultern gängig zu halten und abends meine Übungen zu machen. Klappt nicht jeden Abend, aber zwei- bis dreimal in der Woche während der Nachrichten. Der Platz vor dem Fernseher ist gerade groß genug.

Schwere Sachen zu tragen habe ich mir abgewöhnt, die Aktenstapel sind kleiner als früher.

Die gelegentlichen Hitzewellen und die Gelenkbeschwerden morgens nach dem Aufwachen führe ich auf das Medikament zurück, damit kann ich leben. Es gibt sicherlich viele Menschen, die es wesentlich schlimmer getroffen hat als mich.

Und meine aktuelle Frisur ist nach der Perücke die pflegeleichteste, die ich je hatte.

Zum Schluß ein herzliches DANKE an alle, die mich in dieser Zeit behandelt, gepflegt und unterstützt haben und in meinem Bericht erwähnt sind!

Reinhard hat mich zu jedem Arztbesuch begleitet, mich überall hingefahren, mich beschützt, behütet und bekocht und unseren Alltag organisiert, meine Arbeitszeiten mitgetragen und meine Wünsche erfüllt. Er hat meinen Rückblick technisch realisiert für das Internet und den Ausdruck.

Ich danke Reinhard für alles und liebe ihn von ganzem Herzen. Er ist mein "Goldstück" und mein Leben.


Juli 2018

Wie es mir heute geht
schreibe ich nun im Juli 2018 auf.

Ich habe in den ersten Jahren eine große Resonanz auf meinen Bericht bekommen und konnte einigen Betroffenen und den Angehörigen Mut machen, dass diese Erkrankung zu überstehen ist. Und auch später erhielt ich immer mal wieder die Frage, wie es mir heute geht und habe immer auf die Frage geantwortet. Und mir seit Jahren habe ich mir vorgenommen, das letzte Kapitel an meinen Bericht anzufügen. Nun ist es soweit.

Die ersten Jahre musste ich halbjährlich zur Untersuchung und hatte schon ein bisschen Angst vor dem Ergebnis, aber es war immer alles gut. Das Medikament Arimidex habe ich 5 Jahre genommen, zusammen mit einem Osteoporose-Medikament (dessen Name mir inzwischen entfallen ist) aufgrund der Nebenwirkungen von Arimidex. Die „pflegeleichten“ Locken wuchsen sich (leider) aus und ich habe nun wieder meine dünnen Haare mit einer leichten Naturwelle. Damit kann ich allerdings gut leben.

Ich bin weiter gerne arbeiten gegangen und wir haben versucht, uns mit Fahrradfahren und Schwimmen einigermaßen fit zu halten.

Seit dem 1. März 2013 bin ich in Altersteilzeit zu Hause und wir genießen unser Rentnerleben. Die Arztbesuche wurden immer weniger, weil ich keine Beschwerden hatte und die Ergebnisse immer gut waren. Da die Frauenärzte selbst keine Mammografien mehr durchführen, bin ich alle zwei Jahre in die Radiologie und habe Mammografie und Ultraschall der Brüste machen lassen. Und das Ergebnis war immer gut. Im Jahr 2017 bin ich nach vielen Jahren dann mal wieder zu einem Frauenarzt zur Untersuchung gewesen, auch da ist alles gut.

Seit 2013 verbringen wir im Winter 5 Monate in Südspanien und genießen die angenehmen Temperaturen dort. Solange wir gesund bleiben, machen wir das jedes Jahr wieder.

Damit endet das letzte Kapitel. Ich hoffe, dass diese Zeilen allen Mut geben, das Leben positiv zu nehmen und immer an das Gute zu glauben.

Herzlichst Barbara Luszcz


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©2004-2018 Barbara Luszcz E-Mail Barbara Luszcz /krebs/krebs045.htm
Aktualisiert am: 2018-07-22; 13:07:47
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