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Prostatakrebs / Prostata-Karzinom

Die Operation, Aufwachen, keine Schmerzen!

8. 9. 2016

Morgens ging das schon ziemlich früh los, ich hatte zum Glück der ersten OP-Termin bekommen. Wenn ich mich recht erinnere, bin ich etwa um 07:30 im OP-Raum (ich kann mich erinnern, den steril eingepackten Da Vinci-Roboter gesehen zu haben) angekommen, es gab einige Fragen und dann: Nichts mehr!

Das hier wurde ohne mein Zutun und ohne meine Kenntnis gemacht: Radikale Prostatektomie, Da Vinci-laparoskopisch (Das habe ich aus dem OP-Bericht hoffentlich richtig abgeschrieben!).

Die Erinnerung setzt etwa gegen 12:45 Uhr wieder ein. Ein grün gekleideter Mann fragte mich, wie es mir geht. Da ich noch mit den Zehen wackeln konnte, keine Schmerzen hatte, antwortete ich: Soweit ganz gut!

Fragt er mich: Wollen Sie einen Kaffee trinken? Darauf ich: Ist das Ihr Ernst, gleich nach der OP? Sagt er: Ist mein Ernst. Darauf ich: Ja, gerne, ohne Milch und Zucker.

Es ist nicht zu glauben, eben erst aufgewacht, bekomme ich tatsächlich einen "Coffee to go" in diesem komischen Becher, mit dem die eiligen Leute immer auf der Straße herumlaufen. Und ich liege im Bett und habe etwas zu trinken. Unglaublich!

An die Rückreise auf die Station habe ich eigentlich keine Erinnerung mehr, es erscheint alles etwas diffus. Jedenfalls bin ich wieder auf meinem Zimmer, meine beiden Mitpatienten freuen sich mit mir, dass ich die Operation anscheinend gut überstanden habe.

Bestandsaufnahme:

Ich habe anscheinend keine Schmerzen, bin etwas benommen, kann dann vorsichtig versuchen, den Kaffee auszutrinken und ich konnte den Becher auf dem Beistelltisch abstellen. Erster vorsichtiger Versuch, nicht nur die Zehen, sondern auch den Fuß zu bewegen: Funktioniert auch! Sollte das alles geklappt haben? Sieht so aus! Dann sind die Nerven, die dicht an der Operationsstelle liegen, offensichtlich nicht beschädigt. Vorherrschendes Gefühl: Vorsichtiger Optimismus!

Dann geht die Tür auf, meine Frau kommt herein. Es war zwar so abgesprochen, aber sie wurde am Ende der OP tatsächlich angerufen, dass ich fertig bin. Die nächste Zeitspanne steht hier nicht zur Diskussion!

Dann kehrte der Krankenhaus-Alltag ein. Schläuche sortieren, Beutel entleeren, Fragen beantworten. Immer noch keine Schmerzen, wie haben die das gemacht? Vermutlich bis zum Anschlag mit Schmerzmitteln vollgestopft. Ich gebe zu, etwas erschöpft zu sein.

Und froh zu sein über jeden Moment, wo man mich in Ruhe ließ.

Bewegungen waren möglich, aber ich hatte erst einmal keinen Bedarf, mich zu bewegen. Ich war froh, dass man mich an diesem Tag nicht noch zum Aufstehen zwingen wollte, so konnte ich liegen bleiben!

Mehrfache Kontrollen der beiden Katheter (Urin und Bauchraum) und des Beutelinhaltes.

So verging der Tag der OP und die erste Nacht danach.


©2016-2017 Reinhard F. Luszcz E-Mail Reinhard F. Luszcz /prostata/pr0450de.html
Aktualisiert am: 2017-03-01; 12:39:15
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