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Prostatakrebs / Prostata-Karzinom

Meine Wünsche

Was ich mir wünschen würde ...

... vom Operateur

Ich weiß zwar nicht, wie schwer es ist, eine Harnröhre an eine Blase zu nähen, aber eine Optimierung speziell dieses Vorganges könnte sicherlich nicht schaden!

Der Effekt für den Patienten wäre ein schnelleres Abheilen der inneren Wunde und damit verbunden auch ein schnelleres Entfernen des Katheters. Das wäre für alle beteiligten Parteien eine "WIN-WIN"-Situation!

... vom Krankenhaus

... größerer Urinbeutel

Bei der Entlassung nach 5 Tagen bekommt man einen Beutel zur Bein-Befestigung mit einem Fassungsvermögen von 0,5 Liter, also 500 ccm. Das reicht in der Nacht im Zeitraum zwischen 01:00 und 06:00 Uhr für eine, maximal 1,5 Stunden. Dann ist der Beutel voll. Nachdem es beinahe eine Überschwemmung gab, habe ich mich nachts jede Stunde mit dem Wecker wecken lassen und den Beutel entleert. Dabei kann von einem erfrischenden Schlaf leider keine Rede mehr sein.

Ich hatte beim Krankenhaus-Arzt um einen Beutel mit größerem Fassungsvermögen gebeten, aber nicht bekommen. Das klappte erst, als meine Frau beim Urologen vorsprach und einen Beutel mit 2 Liter bekam. Seitdem kann ich nachts wieder so schlafen, wie ich das vor der Operation gewohnt war.

... einen Sitzring

Als ich nach fünf Tagen nach Hause entlassen wurde, hatte ich ja noch den Katheter. Und ich bekam die Schwellungen voll zu spüren. Beim Hinsetzen war das schon mal ein Akt, bis die Sachen so lagen, dass sie nicht mehr weh tun.

Erst bei der AHB erfuhr ich, dass es Sitzringe gibt, die bei derartigen Problemen eine echte Hilfe sind. Schön wäre gewesen, wenn ich bereits im Krankenhaus diese wichtige Information bekommen hätte. Es hätte mir so einige Schmerzen erspart!

... eine kurz gefasste "Gebrauchsanleitung"

Es gibt eine Vielzahl von Informationsquellen, die blauen Briefe der Deutschen Krebshilfe; hier 3 Seiten, die sich mit dem Inkontinenz-Training befassen; dort ein Blatt mit weiteren Informationen.

Was ich vermisse, ist so etwas wie: "Die 5 häufigsten Probleme nach einer Operation und was man dagegen tun kann".

Dinge wie Fieber werden ja besprochen, auch dass man bei sonstigen Problemen wieder direkt ins Krankenhaus kommen soll, das war auch so völlig in Ordnung.

Weil nun Blut und anderes Sekret an der Harnröhre neben dem Katheter austritt, zwar in kleineren Mengen (einige ccm), wurde ich nun doch sehr unsicher, was das bedeutet. Also fuhren wir ins Krankenhaus. Nach einer Ultraschalluntersuchung wurde mir gesagt, dass das normal sei und ich solle mir keine Gedanken machen. Inzwischen weiß ich, dass das Sekret aus dem Bauchraum stammt und durch die noch nicht geschlossene Naht in die Harnröhre abgeleitet und ausgeschieden wird. Solange das passiert, ist die Naht also noch nicht verheilt.

Wenn man unter richtiger Verstopfung leidet, die Hausmittel Flohsamen und Leinsamenschrot nicht helfen, sollte man gleich zu einem richtigen Abführmittel wie "Dulcolax®" als Zäpfchen greifen. Dazu wünschte ich mir einen direkten Hinweis vom Krankenhaus.

Es wurde mir das Medikament Cialis® 5 mg verschrieben. Wie ich inzwischen erfuhr, werden von modernen Krankenhäusern die potenzsteigernden Medikamente verschrieben, wenn später noch mit einer Erektion gerechnet werden kann. Solch eine Information sollte auch in der "Gebrauchsanleitung" stehen. Das Mittel ist selbst zu bezahlen und nicht direkt günstig! (Diese Mittel werden oft im Internet angeboten und stammen meist aus Fertigungsstätten, die nun wahrlich keine Pharmafabriken sind. Sie sind deutlich preiswerter als in der Apotheke, erscheinen mir aber sehr riskant!).

Dann das Problem mit der Hygiene. Da der Penis nun doch noch sehr kurz ist, und eigentlich nicht klar ist, wie weit man gehen kann, wird hier zwar gewaschen, aber wie geht es weiter? Da half ein Gespräch meiner Frau beim Urologen. Dort sagte man ihr, dass die Vorhaut durchaus, wie früher schon, komplett zurückgezogen wird, damit der Reinigungsprozess wie erforderlich, stattfinden kann. Tut dann auch nicht weh!

Inzwischen tritt ein Brennen im vorderen Bereich der Harnröhre auf, das langsam zunimmt. Es erhöht sich offenbar die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Infektion kommt. In der Apotheke sagte man mir nach längerer Recherche, dass es durchaus möglich sei, mit einem Desinfektionsspray die Eichel und den Katheter zu "desinfizieren". Das habe ich heute probiert, außer einem leichten Wärmegefühl ist nichts passiert. Ich werde die Prozedur noch einige Male wiederholen.
Dieses Problem hat sich inzwischen aufgelöst, es gibt kein Brennen mehr.


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Aktualisiert am: 2017-03-01; 13:37:03
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